Das Gartenhaus ist für viele Menschen weit mehr als nur ein Geräteschuppen. Hier werden hochwertige Gartengeräte, E-Bikes, Akkus, Werkzeuge oder Gartenmöbel aufbewahrt. Gerade deshalb geraten Gartenhäuser und Gartenlauben immer wieder ins Visier von Einbrechern.
Viele Taten werden dabei nicht von professionellen Tätern begangen. Häufig nutzen Gelegenheitstäter günstige Gelegenheiten aus: eine unverschlossene, bzw. unzureichend, gesicherte Tür zum Gartenhaus / Geräteschuppen oder ein leicht erreichbares Fenster reichen oftmals aus, um innerhalb weniger Minuten Beute zu machen.
Dabei gilt: Je schwieriger der Zugang, desto eher brechen Täter ihr Vorhaben ab. Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalprävention scheitert inzwischen nahezu jeder zweite Einbruchsversuch an vorhandenen Sicherungsmaßnahmen.
Kleingartenanlagen und Gartengrundstücke liegen häufig außerhalb der direkten Wohnbebauung oder sind nur zeitweise besucht. Besonders in den Abendstunden, außerhalb der Gartensaison oder während Urlaubszeiten sind viele Anlagen nahezu menschenleer.
Diese Situation nutzen Einbrecher gezielt aus. Gesucht werden vor allem Gegenstände, die sich schnell transportieren und anschließend leicht verkaufen lassen. Besonders begehrt sind:
Je weniger attraktive Beute vorhanden ist, desto geringer ist das Risiko eines Einbruchs.
Hochwertige Geräte, Akkus oder Werkzeuge sollten möglichst nicht dauerhaft im Gartenhaus verbleiben. Lassen sich Gegenstände nicht mitnehmen, empfiehlt sich eine zusätzliche Sicherung innerhalb des Gebäudes.
Ebenso hilfreich ist es, Wertgegenstände mit Fotos und Seriennummern zu dokumentieren. Dies erleichtert nach einem Diebstahl sowohl die Ermittlungen der Polizei als auch die Regulierung durch die Versicherung.
Einbruchschutz beginnt häufig bereits mit einfachen Maßnahmen.
Achten Sie insbesondere auf:
Elektronische Alarmanlagen oder Kameras können mechanische Sicherungen sinnvoll ergänzen, ersetzen diese jedoch nicht.
Mit wenigen Gewohnheiten lässt sich das Einbruchsrisiko zusätzlich reduzieren:
Ein wirksamer Einbruchschutz lebt auch von einer aufmerksamen Nachbarschaft. Wer ungewöhnliche Beobachtungen macht – beispielsweise Personen, die sich auffällig für Gartenhäuser interessieren, mehrfach durch die Anlage gehen oder Fahrzeuge, die ohne erkennbaren Anlass langsam durch Kleingartenanlagen fahren – sollte aufmerksam bleiben und im Zweifel frühzeitig die Polizei verständigen.
Oft können bereits kleine Hinweise dazu beitragen, Straftaten zu verhindern oder Täter zu ermitteln.
Wie lässt sich ein Gartenhaus sinnvoll sichern? Welche Maßnahmen sind wirklich wirksam und welche Investitionen lohnen sich?
Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Stuttgart unterstützt Bürgerinnen und Bürger mit einer neutralen, unverbindlichen, individuellen und kostenlosen Beratung zum Einbruchschutz. Die Fachberater zeigen vor Ort oder im persönlichen Gespräch auf, welche mechanischen Sicherungen und technischen Maßnahmen für das jeweilige Objekt sinnvoll sind.
Darüber hinaus informiert die Beratungsstelle regelmäßig bei Vorträgen und Informationsveranstaltungen über aktuelle Methoden von Einbrechern und wirksame Möglichkeiten der Prävention.
Diskutieren Sie mit uns über dieses Thema in Social Media!
![]() |
![]() |
zurück