Berufsorientierungspraktikum (BORS/BOGY) bei der Polizei Stuttgart
Wie vielfältig ist die Arbeit bei der Polizei? Welche Aufgaben übernehmen die unterschiedlichen Bereiche – und welche Anforderungen stellt der Polizeiberuf an die Menschen, die ihn ausüben? Bei einem BORS- oder BOGY-Praktikum beim Polizeipräsidium Stuttgart erhalten Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, den Polizeiberuf aus verschiedenen Blickwinkeln kennenzulernen.
BORS bezeichnet die Berufsorientierung an Realschulen, BOGY die Berufs- und Studienorientierung an Gymnasien. Das Praktikum unterstützt junge Menschen ab 15 Jahren dabei, ihre Vorstellungen vom Polizeiberuf mit der beruflichen Wirklichkeit abzugleichen und eine fundierte Entscheidung über ihren weiteren Weg zu treffen.
Ein Praktikum mit unterschiedlichen Perspektiven
Der Polizeiberuf besteht aus weit mehr als Streifenfahrten und sichtbaren Einsätzen im Stadtgebiet. Hinter jedem Einsatz stehen Menschen, Kommunikation, Technik, rechtliche Grundlagen und eine sorgfältige Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Organisationseinheiten.
Während des Praktikums lernen die Teilnehmenden beispielhaft unterschiedliche Aufgabenfelder des Polizeipräsidiums Stuttgart kennen. Gespräche mit Mitarbeitenden, anschauliche Vorführungen und praktische Übungen können dabei helfen, einen realistischen Eindruck vom Berufsalltag zu gewinnen.
Das konkrete Programm richtet sich nach den organisatorischen Möglichkeiten der jeweiligen Praktikumswoche. Deshalb können einzelne Stationen, Inhalte und Abläufe variieren. Nicht jede Praktikumsgruppe durchläuft zwangsläufig dieselben Programmpunkte.
Polizeirevier und Streifendienst
Ein möglicher Programmpunkt ist der Besuch eines Polizeireviers. Dort erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie der Streifendienst organisiert wird, welche Aufgaben im täglichen Dienst anfallen und wie Einsätze vorbereitet und bearbeitet werden.
Dabei geht es auch um Fragen, die von außen häufig nicht sichtbar sind: Wie nehmen Einsatzkräfte einen Sachverhalt auf? Welche Informationen benötigen sie? Wie werden Entscheidungen getroffen und dokumentiert? Und warum sind Kommunikation, Aufmerksamkeit und Teamarbeit im Streifendienst besonders wichtig?
Je nach Programm können außerdem Einsatzfahrzeuge sowie ausgewählte Führungs- und Einsatzmittel vorgestellt werden. Dabei wird deutlich, dass technische Ausstattung die Arbeit unterstützt, aber Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein und ein besonnenes Vorgehen nicht ersetzen kann.
Einblicke in kriminalpolizeiliche Arbeit
Auch die Arbeit der Kriminalpolizei kann Teil der Praktikumswoche sein. Anhand geeigneter Beispiele lässt sich zeigen, wie Ermittlungen aufgebaut sind, welche Bedeutung Spuren und Aussagen haben und warum sorgfältiges, nachvollziehbares Arbeiten entscheidend ist.
Bei Vorführungen oder vorbereiteten Übungen können die Teilnehmenden erfahren, wie Spuren erkannt, gesichert und ausgewertet werden. Dabei entsteht ein realistischerer Eindruck davon, wie viel Geduld, Genauigkeit und Zusammenarbeit hinter kriminalpolizeilichen Ermittlungen stehen.
Aus Gründen des Datenschutzes, des Persönlichkeitsschutzes und der polizeilichen Sicherheit erhalten Praktikantinnen und Praktikanten selbstverständlich keinen Zugang zu vertraulichen Einsatz- oder Ermittlungsinformationen.
Technik, Ausrüstung und Kommunikation
Zur Polizeiarbeit gehören zahlreiche technische Hilfsmittel. Abhängig vom jeweiligen Programm können unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände, Kommunikationsmittel oder Fahrzeuge vorgestellt werden.
Die Teilnehmenden erfahren dabei nicht nur, wofür die Technik eingesetzt wird, sondern auch, welche Verantwortung mit ihrer Nutzung verbunden ist. Denn technische Ausstattung muss sicher beherrscht, situationsgerecht eingesetzt und in rechtlich zulässige Maßnahmen eingebunden werden.
Was der Polizeiberuf verlangt
Das Praktikum vermittelt nicht nur interessante Einblicke, sondern spricht auch die Anforderungen des Berufs offen an. Polizeiarbeit kann abwechslungsreich und sinnstiftend sein. Sie verlangt zugleich körperliche Leistungsfähigkeit, psychische Stabilität, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, auch in schwierigen Situationen professionell zu handeln.
Ebenso wichtig sind Teamfähigkeit, Kommunikationsvermögen, Zuverlässigkeit und ein respektvoller Umgang mit unterschiedlichen Menschen. Gespräche mit Mitarbeitenden bieten Gelegenheit, Fragen zum Berufsalltag, zur Ausbildung, zum Studium und zu den verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten bei der Polizei Baden-Württemberg zu stellen.
Orientierung statt Einsatzsimulation
Das BORS- und BOGY-Praktikum ist ein schulisches Berufsorientierungspraktikum. Es dient dazu, Tätigkeiten, Arbeitsbedingungen und berufliche Anforderungen kennenzulernen. Die Teilnehmenden werden nicht in reale Einsatzmaßnahmen eingebunden.
Praktische Elemente, Vorführungen und vorbereitete Übungen können das Programm anschaulicher machen. Im Mittelpunkt stehen jedoch die berufliche Orientierung und ein realistischer Blick auf die Polizei als Arbeitgeberin.
Keine Praktikumswoche ist genau wie die andere
Welche Bereiche besucht werden können, hängt unter anderem von der aktuellen Einsatzlage, verfügbaren Betreuungskräften und organisatorischen Möglichkeiten ab. Kurzfristige Änderungen sind daher möglich.
Die auf dieser Seite dargestellten Stationen zeigen beispielhaft, wie ein BORS- oder BOGY-Praktikum beim Polizeipräsidium Stuttgart gestaltet sein kann. Sie stellen keinen verbindlichen Ablaufplan für zukünftige Praktika dar.
Interesse geweckt?
Die aktuellen Praktikumstermine, Teilnahmebedingungen und Hinweise zur Anmeldung findest du bei den nachfolgend aufgeführten Veranstaltungen. Bitte beachte die Angaben in der jeweiligen Ausschreibung, da Voraussetzungen, Fristen und verfügbare Plätze unterschiedlich sein können.
Wir freuen uns über dein Interesse am Polizeiberuf und am Polizeipräsidium Stuttgart.
Praktikumstermine im aktuellen Schuljahr
Die aktuellen Termine der kommenden Praktikumstermine findest du unterhalb dieses Berichts, in unserer Veranstaltungsübersicht oder im Ankündigungsbericht.
Bewerbung & Informationen
Den Bewerbungsbogen findet Ihr hier Anmeldebogen BORS/BOGY (PDF)
Die Datenschutzerklärung findet Ihr hier Datenschutzerklärung Berufsinfoveranstaltung (PDF)
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